Markgräflerland
Terroir
Bioweinbau

Eine Familie - eine Geschichte

Alles begann am 31. Oktober 1844

1844

Die Weinbaugeschichte der Zähringerfamilie in Heitersheim begann am 31. Oktober 1844. Damals kaufte der Weißgerber Michael Zähringer für seinen Sohn, den Färbergesellen Josef Zähringer und dessen Bruder Wilhelm I, ein Anwesen in Heitersheim. Zum Grundstück gehörte außer der Färbereinrichtung auch ein Weinkeller mit Trotte. Der Kauf des Anwesens war der Gründungstag eines Familienunternehmens, dessen Weine weit über Südbaden hinaus hohe Anerkennung genießen. Zähringerweine findet man heute in ganz Deutschland, in allen Bereichen vom Privathaushalt bis zur Top-Gastronomie.

1906

1906 übernahm der älteste Sohn Wilhelm II. und seine Frau Karolina Weinkellerei und Reben. Er verlegte den Betrieb in die Johanniterstraße 61, wo sich auch heute noch der Firmensitz befindet.

1930

Danach wurde der Betrieb von Sohn Wilhelm III. und Ehefrau Blanka geführt. Erster Weltkrieg und die Weltwirtschaftskrise wurden überstanden.

1942

Wilhelm III. starb im Jahr 1942 und Ehefrau Blanka ist es zu verdanken, dass das Weingut die schwierigen Jahre bis Kriegsende überstand.

1945

Nach dem 2. Weltkrieg führte Hubert Zähringer (4. Generation der Winzerfamilie) mit Unterstützung seiner Frau Herta Zähringer die Geschäfte. Hubert expandierte und konnte zu Beginn der 60er Jahre die Kapazitäten auf eine Lagerung von 1.000.000 Liter Wein vergrößern. Den Aufbauarbeiten von Hubert Zähringer verdankt das Unternehmen einen grossen Aufschwung. Neben dem Weingut baute er eine Erzeugergemeinschaft mit zeitweise über 100 Markgräfler Winzern auf. Sein Bruder Lothar gründete nach dem Krieg eine Zweigniederlassung in Hannover, die er mit Unterstützung von Ehefrau Herta bis zum Jahr 1971 mit großem Erfolg führte.

1971

Übernahm Wolfgang Zähringer (5. Generation) die Geschäftsführung des elterlichen Weingutes. Zuvor studierte er Volkswirtschaftslehre in Freiburg, Betriebswirtschaftslehre in Würzburg und vervollständigte sein fachspezifisches Wissen an der Weinbauschule in Geisenheim.

1986

Nach einem zwischenzeitlichen Verkauf des Betriebs an Martini & Rossi, stieg Wolfgang Zähringer im Jahr 1986 wieder in den Betrieb ein. Er setzte eine rigorose Qualitätsoffensive durch und konnte Betriebsleiter Paulin Köpfer für die Ideen des biologischen Weinbaus gewinnen.

Was damals Weinbauexperten undenkbar erschien, sichert dem Unternehmen heute eine lange Erfahrung in Anbau und Vermarktung von Bioweinen und damit auch eine Spitzenstellung unter den deutschen Bioweinerzeugern. Auch die Entscheidung, ausgewählte Weine in den Vierlig-Fässern seiner Vorfahren und in französischen Barriquefässern auszubauen, machte Wolfgang Zähringer zu einem Vorreiter in Baden.

1994

Eröffnete Wolfgang Zähringer in den Räumen des Weingutes eine vielbeachtete, umfangreiche Ausstellung zur Dokumentation der Geschichte der Herzögen von Zähringen, deren Exponate er in mühevoller Arbeit aus Leihgaben des Augustinermuseums in Freiburg zusammengestellt hatte.

2010

Seit 2010 ist mit Fabian Zähringer die sechste Zähringer-Generation im Weingut aktiv. Fabian gründete im September 2010 in seiner zweiten Heimat Zürich das Weinhaus Zähringer Zürich. Neben den Zähringer Weinen aus Heitersheim werden dort auch Bioweine aus anderen Anbaugebieten verkauft.

2010 Erhält das Weingut Zähringer außerdem die Anerkennung von DEMETER für die Weiterentwicklung des biologischen Wirtschaftens mit Hilfe von biologisch-dynamischen Anbaumethoden.

2013

Im Januar 2013 wurde dem Weingut Zähringer der 1. Platz beim Förderpreis Ökologischer Landbau verliehen. Bundesministerin Ilse Aigner würdigte bei der Preisverleihung die offene, gesamtbetriebliche Konzeption mit Weingut und Erzeugergemeinschaft und insbesondere die Pionierleistungen von Wolfgang Zähringer und Paulin Köpfer für den biologischen Weinbau in Deutschland.

Der Film zugunsten unserer Förderpreis Verleihung: